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Volume 39, issue 1
Geogr. Helv., 39, 27–33, 1984
https://doi.org/10.5194/gh-39-27-1984
© Author(s) 1984. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
Geogr. Helv., 39, 27–33, 1984
https://doi.org/10.5194/gh-39-27-1984
© Author(s) 1984. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.

  31 Mar 1984

31 Mar 1984

Beobachtungen zum Lineargefüge des Adula-Kristallins und zum Quartär am San Bernardino-Pass (Graubünden/Schweiz)

C. A. Burga C. A. Burga
  • Geographisches Institut der Universität Zürich-Irchel, Winterthurerstr. 190, 8057 Zürich, Switzerland

Abstract. Eine gefügekundliche Auswertung von Luftbildern des engeren S. Bernardino-Paßgebietes ergab drei unterschiedlich orientierte Bruchscharen, die quer und schräg zum Streichen verlaufen. Diese nach der Faltung bzw. Platznahme des Adula-Kristallins entstandenen Bruchsysteme sind zusammen mit den Bankungs-Köpfen der Augengneise für die Anlage und den Verlauf von Bächen, Seen und Mooren verantwortlich.
Die quartären Ablagerungen der Paßregion werden auf Grund von neun Bohrprofilen aus Flachmooren beschrieben, mittels pollenanalytischer Untersuchungen chronologisch gedeutet und paläoklimatologisch interpretiert.
Der größte Teil der ausgewerteten Moor-Bohrprofile weist eine mehr oder weniger «vollständige» Verlandungsabfolge auf. Die Sedimentation der tiefsten Seebecken (Wälschberg, Sass de la Golp, Alp Marschol) begann nachweislich spätestens zur Zeit der ausgehenden Ältesten Dryas-Zeit, also vor mehr als 13 000 Jahren vor heute. Auf die würmeiszeitliche Gletschergeschichte bezogen heißt das, daß der ehemals vom Rheinwald nach S ins Misox abfließende südliche Seitenlobus des Hinterrhein-Gletschers bereits während der ausgehenden Ältesten Dryas-Zeit nicht mehr vorhanden war. Die würmeiszeitliche Eistransfluenz über den Bernhardin brach also spätestens zur Zeit der ausgehenden Ältesten Dryas ab.
In den absolut datierten Sedimentabfolgen (Radiocarbon-Methode) wurden mittlere Sedimentationsraten berechnet. Diese sind im Spätglazial allgemein höher als im Postglazial: 0,3–2,0 mm/Jahr bzw. 0,1- 0,6 mm/Jahr. Während des postglazialen Klimaoptimums ist erwartungsgemäß das größte Moorwachstum zu verzeichnen. So betragen die mittleren Sedimentationsraten für das Atlantikum und Subboreal 0,2–0,6 mm/Jahr.

Publications Copernicus
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