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Volume 39, issue 1
Geogr. Helv., 39, 35–42, 1984
https://doi.org/10.5194/gh-39-35-1984
© Author(s) 1984. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
Geogr. Helv., 39, 35–42, 1984
https://doi.org/10.5194/gh-39-35-1984
© Author(s) 1984. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.

  31 Mar 1984

31 Mar 1984

Bevölkerungsmobilität im suburbanen Raum : Ergebnisse einer Umfrage in Dällikon ZH

J. M. Troxler J. M. Troxler
  • Lenggenweg 5, 8907 Wettswil a. A., Switzerland

Abstract. Die Befragung mobiler Personen in einer mit öffentlichen Verkehrsmitteln ungenügend erschlossenen, wachstumsintensiven Gemeinde im suburbanen Raum hatte zum Ziel, sowohl die Mobilität des Wohnstandortes als auch diejenige der Pendler hinsichtlich Richtung, Motivation und Strukturen zu untersuchen.
Das Wohnstandortverhalten dieser Personen kann mittels eines bestimmten Verhältnisses zwischen absolutem Zwang und völliger Freiwilligkeit erklärt werden. Bei den Wegzügern aus Dällikon konnte ein höherer Grad an externen Zwängen (Kündigung, zu hohe Miete, schlechte Bauqualität der Wohnung usw.) als bei den Zuzügern festgestellt werden. Bei diesen überwiegen die Gründe, die familiären oder persönlichen Charakter haben, vor allem der Auszug aus dem Elternhaus oder die Verheiratung. Daraus kann gefolgert werden, daß von wohnsitzmobilen Personen Dällikon vor allem während der ersten Phase der Familiengründung oder des gemeinsamen Zusammenlebens als Wohnort gewählt wird.
Der Anteil der zugezogenen Personen mit früherem Wohnsitz in Zürich entspricht mit über 20% etwa der von boustedt (1980) in München festgestellten Zahl, während die von der Peripherie zum Zentrum hinzielende Richtung relativ unbedeutend ist: Nur 8% aller weggezogenen Personen nahmen in der Stadt Zürich Wohnsitz. Der größte Teil der Wohnsitzverlagerungen fand innerhalb der suburbanen Gemeinden der Agglomeration Zürich statt.
Die Situation der Pendlermobilität widerspiegelt klar die ungünstigen Verhältnisse bei den Verkehrsverbindungen zu den Arbeitsorten. Wenn von 62 befragten Personen nur gerade 7 die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, die restlichen Pendler also mit Auto oder Motorrad an ihre Arbeitsstelle fahren, wäre es an der Zeit, alternative Verkehrskonzepte zu erarbeiten und notwendige Verbesserungen vorzunehmen. Für mehr als ein Drittel der befragten Pendler sind nämlich die schlechten Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln der Hauptgrund, um mit Auto oder Motorrad zum Arbeitsplatz zu fahren. Das neue Buskonzept, welches ab Juni 1984 eingeführt werden soll, wird zeigen, ob ein Teil der Pendler bereit ist, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Publications Copernicus
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