Journal cover Journal topic
Geographica Helvetica
Journal topic

Journal metrics

Journal metrics

  • CiteScore value: 0.86 CiteScore
    0.86
  • SNIP value: 0.526 SNIP 0.526
  • IPP value: 0.80 IPP 0.80
  • SJR value: 0.452 SJR 0.452
  • Scimago H <br class='hide-on-tablet hide-on-mobile'>index value: 16 Scimago H
    index 16
  • h5-index value: 14 h5-index 14
Volume 65, issue 1
Geogr. Helv., 65, 2–14, 2010
https://doi.org/10.5194/gh-65-2-2010
© Author(s) 2010. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
Geogr. Helv., 65, 2–14, 2010
https://doi.org/10.5194/gh-65-2-2010
© Author(s) 2010. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.

  31 Mar 2010

31 Mar 2010

Wohnungsmarkt im Kanton Basel-Stadt : Leerstände und Neubauten

I. Leris-Hemmi1 and A. Odermatt2 I. Leris-Hemmi and A. Odermatt
  • 1Geographisches Institut, Abteilung Humangeographie/Stadt- und Regionalforschung, Klingelbergstrasse 27, 4056 Basel, Schweiz
  • 2Geographisches Institut, Universität Zürich, Abteilung Wirtschaftsgeographie, Winterthurerstrasse 190, 8057 Zürich, Schweiz

Abstract. Im Allgemeinen ist Basels Baubestand alt, aufgrund der Sanierungstätigkeit aber relativ gut erhalten. Meist entspricht das Konzept der Wohnung jedoch kaum mehr den heutigen Erwartungen. Der Trend geht heute hin zu grossen offenen Wohnungen, die hell sind und eine moderne Ausstattung aufweisen.

Ein zentrales Forschungsinteresse dieses Artikels war die Erhebung des Leerwohnungsbestandes. Es konnte aufgezeigt werden, dass der Leerwohnungsanteil 2001– 2007 ziemlich konstant bei 1.4% lag. Dieser Anteil war im schweizerischen Vergleich hoch. 2008 und schliesslich 2009 ist der Anteil an leeren Wohnungen aber deutlich gesunken. Aktuell liegt er bei 0.9%, so tief wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Auffallend ist aber die hohe Zahl an leer stehenden Wohnungen, die weniger als drei Zimmer aufweisen. Das geht Hand in Hand mit der Annahme, dass die Ansprüche an Qualität und Fläche hoch sind: die kleinen und kleinsten Wohnungen vermögen diesen offenbar nicht mehr zu entsprechen.

Der zweite Schwerpunkt lag bei der Neubautätigkeit im Kanton Basel-Stadt. Auf Grund seiner knappen Landressourcen gibt es im Kanton Basel-Stadt nur noch sehr wenige freie Bauflächen. Daher werden bevorzugt still gelegte Industrieareale als Alternativen genutzt. Der Anteil an neuen Wohnungen auf dem Markt ist seit 2001 noch klein, doch ist allgemein ein Anstieg der Neubautätigkeit zu verzeichnen. Bei den Neubauprojekten im Stadtkanton fällt auf, dass sie schon fast regelmässig über die Stadt verteilt realisiert werden. Es ist praktisch überall in der Stadt ein zentrales Grossprojekt mit geplanten modernen Wohn- und Arbeitsstandorten zu finden. Aktuell sind einige Neubauprojekte im Bau, die in Kürze für den Basler Wohnungsmarkt zahlreiche zusätzliche neue Wohneinheiten mit dem heute gewünschten Standard bringen werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Basel einiges für die Wohnsituation im Kanton unternimmt. Einiges wurde schon erreicht, vieles ist noch in Planung und im Bau, doch wurden zahlreiche Projekte lanciert und begonnen, welche die Wohnungssituation in Basel nachhaltig verbessern werden. Die Aktionsprogramme der Basler Regierung haben zum Ziel, den Kanton Basel-Stadt langfristig als attraktiven Wohnstandort zu fördern. Gezielte Quartiersaufwertung, viele Neubauprojekte und Werbekampagnen für das Stadtwohnen haben u.a. in den letzten zehn Jahren zu einer Stabilisierung der Bevölkerungszahlen geführt.

Publications Copernicus
Download
Citation