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Geographica Helvetica
Geogr. Helv., 72, 283-294, 2017
https://doi.org/10.5194/gh-72-283-2017
© Author(s) 2017. This work is distributed under
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Standard article
12 Jul 2017
Entschärfte Säkularisierung – gezähmte Religiosität – (multi-)religiöse Räume als räumliche Materialisierungen der Postsäkularisierung
Stefanie Duttweiler Berner Fachhochschule Fachbereich Soziale Arbeit, 3012 Bern, Switzerland
Abstract. Ausgangsannahme dieses Beitrags ist die architektursoziologische Prämisse, Architektur sei wesentlich an der Gestalt und Gestaltung des Sozialen beteiligt. Dementsprechend versteht der Beitrag multireligiöse Räume in nicht-religiösen Kontexten als materialisierten und verdichteten Ausdruck des religiösen und gesellschaftlichen Wandels. Durch die räumliche Verortung, die architektonische Gestaltung, die diskursiven Plausibilisierungen und Legitimierungen sowie die Nutzung der religiösen Räume wird die veränderte, postsäkulare Beziehung zwischen Religion und Gesellschaft verhandelt, transformiert und stabilisiert. Die spezifischen Herausforderungen, die sich für diese religiösen Räume ergeben, und die gestalterischen Antworten auf diese Herausforderungen entspezifizieren dabei sowohl Religion als auch Gesellschaft: Sie „entschärfen‟ Säkularisierung und sie „zähmen‟ Religion.

Citation: Duttweiler, S.: Entschärfte Säkularisierung – gezähmte Religiosität – (multi-)religiöse Räume als räumliche Materialisierungen der Postsäkularisierung, Geogr. Helv., 72, 283-294, https://doi.org/10.5194/gh-72-283-2017, 2017.
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